Naturparks

Die Dolomiten sind von einem landschaftsschutzpolitischen Gesichtspunkt her sehr komplex: einige Provinzen besitzen Gesetzgebungsbefugnis, andere nicht, und dementsprechend vielfältig und verschieden sind auch die Unterschutzstellungen. Fast die gesamte Fläche der neun UNESCO-Teilgebiete (ungefähr 95%) wird von Nationalparks, regionalen und provinzeigenen Naturparks, Naturdenkmälern, Lebensräumen gemeinschaftlichen Interesses und besonderen Schutzgebieten eingenommen.
Die folgenden Natur- und Nationalparks gehören zum UNESCO-Welterbe:Nationalpark Belluneser Dolomiten, Naturpark Ampezzaner Dolomiten, Naturpark Friauler Dolomiten, Naturpark Fanes-Sennes-Prags, Naturpark Puez-Geisler, Naturpark Schlern- Rosengarten, Naturpark Drei Zinnen, Naturpark Paneveggio-Pale San Martino, Naturpark Adamello-Brenta, Naturdenkmal Bletterbach. (Quelle: www.dolomitiunesco.info)

Der Nationalpark Belluneser Dolomiten wurde 1988 ausgewiesen, liegt zur Gänze auf dem Gebiet der Provinz Belluno und erstreckt sich über eine Fläche von 32.000 Hektar. Im Osten und Westen wird der Park von den Tälern der Wildbäche Cismon und Piave eingegrenzt, im Norden reicht er bis zum Bachbett des Maè, im Süden bis ins Untere Agordino.

Die Integrität des Territoriums von Cortina wird schon seit dem 13. Jahrhundert von den “Regole” überwacht. Die Regole ist die Versammlung der Familienoberhäupter, die die Wälder und Weiden unter Beachtung der alten überlieferten “Laudi” verwaltet. Dieser alten Institution ist es zu verdanken, wenn die Waldbestände der Gegend bis heute bewahrt werden konnten; ein Teil davon ist seit 1990 als Naturpark der Ampezzaner Dolomiten geschützt.

Schon 1973 gab es erste Überlegungen, um im westlichen Teil der Region Friaul-Julisch Venetien einen Naturpark auszuweisen. 5 Jahre später wurde der regionale Flächennutzungsplan erstellt, der auch dazu eingesetzt wurde, um schützenswerte Gebiete der Region zu identifizieren, und so wurde auch das Gebiet des zukünftigen Naturparks als schützenswert erkannt. 1996 kam es schließlich durch die Region Friaul-Julisch Venetien zur Ausweisung des „Regionalen Naturparks Friauler Dolomiten“.

 Der Naturpark wurde 1980 ausgewiesen, ist über 25.000 ha groß und liegt zwischen dem Gadertal, dem Ennebergertal, dem Pustertal und dem Höhlensteintal auf den Hochflächen und Bergen der nördlichen Dolomiten in einem der bevölkerungsärmsten Gebiete Südtirols.

Der Naturpark Drei Zinnen ist ein weiterer Naturpark der Autonomen Provinz Bozen. Der Naturpark wurde offiziell 1981 ausgewiesen, ist 11.615 Hektar groß und erstreckt sich über die Gemeinden Toblach, Sexten und Innichen.

Der Naturpark Puez - Geisler umfasst im Wesentlichen zwei Berggruppen: die Puez-Gruppe und die Geisler-Gruppe. Der Naturpark wurde 1978 ausgewiesen und 1999 auf die Gemeinde St. Ulrich (Höhenzug Raschötz) erweitert.

Der Naturpark Schlern - Rosengarten wurde 1974 ausgewiesen und erstreckt sich über die Seiser Alm, den Rosengarten und das Tierser Tal. Neben seiner reichhaltigen Fauna und Flora ist der Naturpark vor allem aufgrund seiner bemerkenswerten geologischen Sehenswürdigkeiten bekannt.

Angesichts der großen geologischen Bedeutung des Bletterbach-Canyons wurde im Jahr 2005 von der Gemeinde Aldein der Geoparc Bletterbach eröffnet, der sich zwischen Aldein und dem Weiler Radein im Inneren des Naturdenkmals erstreckt.

Der Naturpark wurde 1967 ausgewiesen und zwei Jahrzehnte später, im Jahr 1987, erweitert, um die einzigartigen Naturlandschaften des Gebietes zu schützen. Er befindet sich im östlichen Teil der Provinz Trient an der Grenze zu Venetien zwischen den Wildbächen Cismon, Vanoi und Travignolo.

Der mehr als 620 Quadratkilometer große Naturpark erstreckt sich über zwei Teilgebiete: die aus Sedimentgestein aufgebaute Gruppe der Brenta-Dolomiten und das Granitmassiv der Adamello-Presanella-Gruppe mit ihren großen Gletschern. Der Naturpark wurde 1967 ausgewiesen.