Schutzhütten

Die Schutzhütten sind eine wunderbare Möglichkeit, um das Hochgebirge zu erleben.

Das Teilgebiet Pelmo – Croda da Lago verläuft in nordwestlich-südöstlicher Richtung und wird im Osten vom Boitetal, im Süden von den Tälern Val di Zoldo und Val Fiorentina, im Westen vom Codalongatal und von der Val Costeana im Norden begrenzt. Die Berggruppe wird vom Monte Pelmo überragt und gehört zu den schönsten und meist gepriesenen Gebirgssystemen in den Dolomiten. Der Monte Pelmo hat eine ungewöhnliche Form, die an einen riesigen Stuhl erinnert, weshalb er auch Caregon del Padreterno genannt, was so viel wie „Thron Gottes“ bedeutet.
Doch man kann hier nicht nur den Monte Pelmo bewundern, nein, die gesamte Pelmo-Gruppe bietet einen atemberaubenden Anblick, und nicht umsonst ist sie eine der bekanntesten Dolomitenregionen. Besonders die Aussicht von der Passhöhe des Passo Giau in Richtung der Croda del Lago ist wohl eines schönsten Panoramen der Dolomiten.

Die Region der Marmolada, die Königin der Dolomiten, ist von unschätzbarem landschaftlichem Wert und umfasst die höchsten Gipfel der Region, darunter die Punta Penìa (3.343 m), der höchste Berg der UNESCO-Dolomiten.
Die Marmolada ist ein Berg der Gegensätze. An seinem Fuß ist das Massiv sanft gewellt und von Wiesen und Wäldern bedeckt, darüber erhebt sich jäh und wie aus dem Nichts das riesige, schwindelerregende Bergmassiv mit seinen hellem Kalksandsteinwänden und seinen atemberaubenden Hängen.
Der Nordhang ist vom größten Gletscher der Region bedeckt und reicht bis zu den Ufern des Fedaia-Sees, der beinahe vertikale Südhang, eine fast 1.000 Meter hohe, schwindelerregende Steilwand, erhebt sich über den Schutthalden des Ombretta-Tales.

Dieses Teilgebiet ist das zweitgrößte der UNESCO-Dolomiten. Das Gebiet ist sowohl vom landschaftlichen als auch vom geologischen Standpunkt aus sehr abwechslungsreich. Es erstreckt sich über die Provinzen Belluno und Trient und wird im Südosten vom Piavetal, im Westen vom Cismontal, im Norden vom Travignolotal, dem Biois-Tal und dem Agordinotal sowie im Nordosten vom Zoldanatal eingegrenzt.
Die Landschaft dieses Systems ist außerordentlich vielfältig: im Süden ist die Szenerie rau, die Gegend ist durchfurcht von tief eingeschnittenen Tälern, über die sich oft überhängende Felswände erheben, während der Norden hingegen eine abwechslungsreichere Landschaft mit alpinen Weiden, Almen bis hin zu nackten Felswänden aufweist.
Die Landschaft und die natürlichen Lebensräume dieses Teilgebiet werden als besonders schützenswert eingestuft. Deshalb wurde ein großer Teil unter Schutz gestellt und auf zwei Schutzgebiete aufgeteilt, den Nationalpark Belluneser Dolomiten und den Naturpark Paneveggio – Pale di San  Martino.

Bei den Friauler und d’Oltre-Piave-Dolomiten handelt es sich um eine recht einheitliche und kompakte Reihe von Berggipfeln, die dem Wanderer atemberaubende Ausblicke und unerwartete Bergszenarien versprechen.
Die Gegend zeichnet sich auch heute noch durch ihre unberührte Natur aus und wurde bisher weitgehend vor menschlichen Eingriffen verschont, weshalb man hier die Natur in ihrer ganzen Kraft bewundern kann.
Der Naturpark der Friauler Dolomiten wurde 1996 gegründet, um das Naturerbe der Berggruppe auch für die Zukunft zu bewahren. Das System beeindruckt durch seine vielfältige Flora und Fauna; besonders erwähnenswert ist die Anwesenheit des Steinadlers, von dem es hier mindestens 10 Nistpaare gibt. Steinadler nisten bekanntlich nur in sehr naturbelassenen Lebensräumen.

Das größte der neun Teilgebiete der UNESCO-Dolomiten liegt auf dem Territorium zweier Provinzen, Belluno und Bozen. Der Südtiroler Teil des Systems wird vom Pustertal, dem Sextental, dem Gadertal und dem Sankt-Kassian-Tal abgegrenzt, auf der Belluneser Seite bilden das Boite- und das Piavetal die Grenze. Das System besteht aus den folgenden vier Berggruppen: die Sextener-Dolomiten mit der Cadini-Gruppe, die Fanes-Sennes-Prags- Gruppe mit der Tofana, die Cristallogruppe und die Cadorischen Dolomiten.
Die nördlichen Dolomiten sind von hohem landschaftlichem, naturalistischem und geologischem Wert und deshalb in drei Schutzgebiete aufgeteilt: der Naturpark Fanes – Sennes – Prags, der Naturpark Drei Zinnen und der Naturpark der Ampezzaner Dolomiten.

Das Puez – Geisler Teilgebiet liegt zur Gänze innerhalb der Grenzen des Naturparks Puez – Geisler, die von drei wunderschönen Tälern gebildet werden: im Norden das Villnößtal, im Osten das Gadertal und im Süden das Grödental. Der Naturpark Puez – Geisler wird oft aufgrund seiner geologischen Bedeutung als Geschichtsbuch der Erde bezeichnet. Geologen finden hier sämtliche für die Dolomiten typischen Gesteinsarten, Ablagerungsschichten und Verwitterungsformen vor. Außergewöhnlich ist auch die landschaftliche Vielfalt: Verkarstete Hochflächen und Almwiesen, hohe Gipfel und steile Wände wechseln sich ab mit tiefen Schluchten und grünen Wäldern.

Der Schlern befindet sich zwischen der Hochebene von Völs-Seis, dem Eisacktal, der Seiser Alm und dem Grödental. Der Pfeiler aus Dolomitstein erscheint je nach Perspektive wie ein riesiger Monolith mit ebenem Dach oder als enorme Felsinsel, deren Schelfzone zu den darunterliegenden Weiden reicht, genauso wie sich vor Millionen Jahren das Atoll mit dem Meeresboden vereinigte. Der Rosengarten befindet sich zwischen dem Karerpass, dem TierserAlpl und dem Fassatal. Sein Kennzeichen ist die scharfkantige Steilwand mit Türmen, Graten und Zacken. Zahlreiche Gipfel erreichen eine Höhe um 3000 Meter. Die Latemargruppe liegt weiter südlich und erstreckt sich über das Fleims- und das Fassatal im Trentino sowie das Eggental in Südtirol. Am faszinierenden nördlichen Randgebiet des Bergmassivs liegt der Karersee, in dessen smaragdgrünem Wasser sich die Latemar-Türme spiegeln.
Der Naturpark Schlern – Rosengarten gegründet: er ist der älteste Naturpark in Südtirol.

Der Bletterbach ist somit das kleinste Teilgebiet der UNESCO-Dolomiten. Das Naturdenkmal ist eine enge Schlucht zwischen dem Berg Schönrast und dem Jochgrimm und liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Aldein. Geographisch von den anderen Dolomitengruppen abgegrenzt und vom Gipfel des Weißhorn (2.317 m) überragt, wartet der Bletterbach-Canyon mit einer faszinierenden Landschaft auf und ist von außergewöhnlicher geologischer Bedeutung.
Der tiefe Canyon ist das Ergebnis der Erosion und Abtragung der vulkanischen Gesteinsschichten durch den Bletterbach. An seinem tiefsten Punkt ist er bis zu 400 Meter tief, am oberen Ende 200-300 Meter breit, auf dem Grund aber nur mehr 20-30 Meter. Das Bachbett wird an mindestens vier Stellen von bis zu einigen Dutzend Meter hohen Wasserfällen unterbrochen. Im oberen Teil erweitert sich die Schlucht zu einem 600-700 Meter breiten Becken, über dem das Weißhorn aus weißem Dolomitgestein thront.

Die Brentner Dolomiten befinden sich im westlichsten Teil der Dolomiten und im westlichen Quadranten der  Provinz Trient. Sie sind eine Insel aus Hauptdolomitgestein, im Westen wird die Gebirgsgruppe von den Judikarien, im Osten vom Nonstal und im Norden vom Sulztal begrenzt.
Die Brentner Dolomiten sind nicht nur geographisch gesehen vom Rest der Dolomitengruppe abgegrenzt, sie unterscheiden sich auch aufgrund ihrer Formen: während die eigentlichen Dolomiten sich durch ihren schlanken, linienförmigen Aufbau auszeichnen, sind die Brentner Dolomiten majestätische und erhabene Berge mit schmalen und imposanten Felsnadeln und Zinnen, die von der Erosion auf unterschiedlichste Weise und in allen möglichen Ausmaßen modelliert wurden.
Die außerordentlich wertvolle Naturlandschaft der Brentner Dolomiten und ihre geologischen Sehenswürdigkeiten wurden 1988 durch die Ausweisung des Naturparks Adamello – Brenta unter Schutz gestellt.